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Adventspranger

22. Der Thurgau

Während nun alle Kantone so langsam mal begreifen, dass es in den Schulen, nicht so weiter gehen kann, hinkt der Kanton Thurgau massiv hinterher.

Keine verlängerten Schulferien, kein Testen vor Schulbeginn, ausser wer sich das wünscht, der kann sein Kind in der neuen, von der Schweiz erfundenen, freiwilligen Eigenverantwortlichkeit, in die Teststation schleppen.

Während die Schule am 03.01.2022 beginnt, verlängert jedoch die Task-Force Schule ihre Ferien. Die erste Sitzung findet am 16.01.2022 statt! Na, wer findet den Fehler?

Skilager? Schweizweit abgesagt, ausser im Thurgau, da gibt man so kurz vor der Impfung nochmal so richtig Gas mit der Kinderdurchseuchung. Damit es jedoch nicht so auffällt, greift man in die Schublade mit der Aufschrift: Wir machen was, bringt aber nix.

So können die Schulen, selbstverständlich wieder in der freiwillligen Eigenverantwortlichkeit, vor dem Lager testen.  Oder noch besser, IM LAGER, da sendet man die Röhrchen mit dem Postversand quer durch die Schweiz ins Labor. Wenn man viel Glück hat, sind die Resultate am letzten Lagertag vorhanden.

Ihr denkt, dies kann man an Blödheit nicht mehr überbieten? Kann man schon:

Monika Knill ist so eine ganz schlaue. Schliesslich denkt die Med. Praxisassistentin einer Landarztpraxis immer noch: Kinder können sich unmöglich in der Schule mit Covid-19 infizieren, sondern ausschliesslich im familiären Umfeld. Die Milchfrauenrechnung ist ganz einfach:

So ein Primarkind hat 168 Stunden in einer Woche zu Verfügung, davon verbringt es (mit 25–50 anderen Haushalten) 20 bis 24 Lektionen in der Schule. Also stecken sich die Kinder zu Hause an.

Da ist man doch massiv erstaunt ab der Logik von Frau Knill und ist dankbar, dass sie mit ihrer Mathefähigkeiten keine Medis mehr in der Landarztpraxis zusammenmischt.

Leider scheint die Knill nicht die einzige Möchtegern-helle-Kerze im Kanton Thurgau zu sein.

Herr Beat Brüllman, seines Zeichens Amtschef der Volksschulen, klagt sein Leid: Die Lage sei angespannt, so viele Lehrer und Schüler sind in Isolation oder Quarantäne, dass er die Lehrer nun auf dem Pausenplatz der Uni zusammenkratzen muss.

Würde bei jedem einigermassen denkenden Menschen ein paar Fragezeichen auslösen. Aber nicht bei Brüllmann! Im gleichen Atemzug erklärt dieser mit stolzer Brust: Das Schutzkonzept (also im Thurgau bedeutet dies: kein Schutzkonzept) hat sich bewährt, wir ändern NIX:

Buhhh, es tut uns leid, wirklich, selbst wir wissen nicht mehr, wie man gegen so viel Ignoranz und Arroganz ankommen kann. Mit Fakten leider nicht, denn diese übersteigen die geistigen Kapazitäten der Verantwortlichen.

Die Selbsterkenntnis scheint im Thurgau auch schon lange nicht mehr vorhanden zu sein, und selbst das Virus wird mehr Reflektionsfähigkeit besitzen als die Verantwortlichen im Kanton Thurgau.

Auch hier müssen wir ein wenig resigniert zugeben: Bringt bei dieser Führungsriege alles nichts, also schützt euch selbst zieht bei den nächsten Wahlen die Konsequenzen daraus und:

Karma is a Bitch

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