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Adventspranger

16. Jahresabschluss-Wahnsinn

Wir finden es ja eine schöne Geste, dass Lehrpersonen und Schulleitungen den Kindern und Jugendlichen etwas Gutes tun wollen so zum Jahresende.
Aber was hören wir da?
Es gibt Anlässe, wo gemeinsam gesungen, gegessen und getrunken wird. Klassenübergreifend. Das ganze Schulhaus ist beteiligt. Ihr glaubt doch nicht ernsthaft, dass ihr an so einem Anlass vermeiden könnt, dass Kinder sich mischen und in ihrer Euphorie sich nicht gegenseitig verabschieden, umarmen, anschreien (es ist immer laut, wenn eine ganze Schule einen Anlass macht).
Doch es geht noch besser: uns wurde auch zugetragen, dass gemeinsam gefrühstückt werden soll!
Dass die verbliebenen Kinder einer Klasse, wo 2/3 krank sind, durchs Dorf ziehen und die Gspänli besuchen.

Es ist vermutlich nicht mal bös gemeint, ihr wollt was Nettes tun, aber sagt mal, Lehrerinnen und Lehrer und Schulleitungen – WIE KOMMT MAN AUF SOLCHE IDEEN? Lest ihr keine Zeitungen? Schaut ihr keine Nachrichten? Die Spitäler sind voll, die Inzidenzen bei Kindern und Jugendlichen sind rekordhoch, Weihnachten steht vor der Tür, man soll die Kontakte reduzieren, Erwachsene sollen Masken in Innenräumen tragen und ihr wollt gemeinsam FRÜHSTÜCKEN! Kurz vor Weihnachten, wo dann die ungeboosterten Grosseltern besucht werden. Ja, nicht alle sind Nationalräte und kriegen den Booster bereits nach 5 Monaten.

Nur weil etwas nicht verboten ist, heisst das noch lange nicht, dass es sinnvoll ist. Nur weil man Gutes tun will, heisst das noch lange nicht, dass es gut kommt. Oder wie andere vor uns sagten: Das Gegenteil von gut ist nicht böse, sondern gut gemeint.

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